Ergebnisse für die Suche nach Kritik Spiegelartikel:Kausalität und Korrelation

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Zu dem SPIEGEL-Artikel, da ich die Studie (noch) nicht gelesen habe:

ich empfinde es immer wieder als schwierig, dass beim Leser durch die Formulierung eine Kausalität impliziert wird, die so aber nicht nachgewiesen wurde. Zwar schränkt der Artikel (glücklicherweise) die Bedeutung der Ergebnisse ein, aber mir fallen noch weitere Einschränkungen besonders in Bezug auf Kausalität ein, u.a. könnte Mobbing in der Jugend auch von der Persönlichkeit bzw bereits bestehenden Störungen begünstigt werden. Der Artikel zeigt nicht genug, dass durch eine Langzeitstudie keine Kausalität zwischen Mobbing im Jugendalter und spätere Depressionen und Angststörungen nachgewiesen werden kann. Allerdings ist dies ein allgemeines Problem der Presse ;)

Der Vergleich von Missbrauchsfolgen mit Folgen des Mobbings erscheint mir persönlich nur dahingehend sinnvoll, um Politik und Bevölkerung verstärkt für Mobbing und seine Folgen zu sensibilisieren. Ob sich die Folgen tatsächlich vergleichen lassen, sowohl aus klinischer Perspektive als auch subjektiv aus Sicht der Opfer, kann ich nicht beurteilen.